Hauptschule Bielstein
Vorschule
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Vorschule

Die Idee einer Vorschule in der Bundesrepublik Deutschland (nach dem Kindergarten) liegt in einer einjährigen Vorbereitung auf das erste Schuljahr. Doch dies ist zu kurz: Wie auch schon in den 70er Jahren, so ist auch heute die allgemein herrschende Bildungspolitik dieser Meinung. So werden grundsätzlich die Vorschulklassen, die doch noch bestehen, abgebaut oder auch in den Kindergarten zurückintegriert; in Berlin wurde nach dem Schuljahr 2004/2005 anstatt der Vorschule das Einschulungsalter um ein dreiviertel Jahr vorverlegt.
Ausnahme ist Hamburg: Die Schüler besuchen die Vorschule, die, auch wenn im richtigen Alter, noch von der Grundschule zurückgestellt wurden. Von den beteiligten Eltern wird hierbei ein einkommensabhängiger Beitrag erhoben. (Es sei denn, Kinder müssen festgestellte Sprachdefizite noch vor der Grundschule ausgleichen. Dies bleibt dann in der Vorschule kostenfrei.) Sechs wichtige Schwerpunkte gehören hier zum erzieherischen Alltag: Soziales Lernen durch Interaktionsübungen, Sprache durch aktives Begreifen von Lektüre und Rollenspiel, Mathematik durch Mengenverständnis und einfache Rechenaufgaben, Sport in Form von Bewegung, Spiel und Tanz, der musische Bereich durch Singen und Rhythmik und schließlich angewandte Sachkunde in Form von Natur- und Umgebungserfahrungen.
Insbesondere spielt bei allen Formen der Gedanke an Konzentration die wichtigste Rolle: Aufmerksamkeit hier zu prägen und zu fördern, vermeidet die Intensivierung von angeborenen Verhaltens- und Lernschwächen.
Auch in Baden-Württemberg gibt es Förderklassen für Kinder, die trotz Grundschulalter noch keine Schulreife erreicht haben. Soziale, sprachliche und kognitive Fähigkeiten sollen hier auf die Einschulung im darauffolgenden Jahr vorbereiten.
Als “Vorschule” wurde der hessische Schulversuch in den 70er Jahren bezeichnet, die Grundschulzeit um ein Jahr vorzuverlegen und Kinder spielerisch an einen Schulalltag zu gewöhnen.